TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Rio de Janero – Daniel

Niteroi – Besuch bei Daniel

Ankunft

Als wir in Niteroi ankamen, wurden wir mit großer Freude von Daniel empfangen. Es gab einiges zu erzählen und uns wurde auch ein Zimmer frei gemacht, aber wir brauchten keines. Wir durften uns erst mal duschen und das Badezimmer sah aus wie von einem Hotel und so war es das „Hotel Daniel“.

Am Abend gab es wie auch in Argentinien zum Essen Grillen, aber hier auf Brasilianisch. Dazu gingen wir zu Freunden von Daniel, die auch Englisch sprachen, da wir zwar soweit Spanisch sprechen, um uns über alles mögliche zu unterhalten, aber Portugiesisch und den Slang von Rio da kommen wir nicht mit.

Daniel spricht ein ausgezeichnetes Englisch, denn die eine Seite seiner Vorfahren kommt aus England und er spricht mit seiner Mutter nur Englisch. So war es für uns einfach mit dem Daniel uns zu unterhalten und das befreundete Pärchen spricht auch Englisch.

Die Gegend, wo Daniel, seine Freunde und auch die Mutter wohnen, ist zwar in der Stadt, aber am Berg, es gibt keine Durchgangsstraße und es handelt sich um einen Semi-Privado Bereich und so konnten wir unser Auto auch schön vor seinem Haus in Sicherheit stehen lassen.

Wir wurden auch von den Freunden sehr nett empfangen und willkommen geheißen. Wir verstanden uns mit ihnen recht gut und Daniel schmiss dann den Grill an und machte den Grillchef ala Brasilano. Dazu tranken wir das selbst gebraute Bier von xyz, was sehr gut war. Das Essen war sehr gut und wir unterhielten uns noch recht lange. Alina bekam von der Tochter noch ein paar Caipirinha gemixt, die es natürlich in sich hatten.

Stoßdämpfer für Hinten

Nachdem wir die Stoßdämpfer hinten in Peru gewechselt hatten, waren sie jetzt mal wieder dran getauscht zu werden, was aber bei den ruppigen Straßen und so viel Schotterpiste, die wir gefahren sind, ganz normal ist.

Eigentlich wollten wir uns die Stoßdämpfer selber besorgen, aber Daniel fuhr dann mit uns, was uns auch sehr recht war, denn so hatten wir einen Übersetzer dabei und einen Einheimischen, der sich hier auskannte, was den Prozess wesentlich vereinfachte und beschleunigte.

Der zweite Laden hatte dann auch tatsächlich zwei Stoßdämpfer von der selben Marke und mit der selben Herstellungsnummer mit gleichem Herstelldatum, aber sie waren äußerlich komplett verschieden und hatten andere Längeneigenschaften. Flo akzeptierte die Krücke nicht, auch wenn der Verkäufer meinte, dass es gleich ist und gut, aber das kennen wir schon. Im Lager hatte er noch welche, die 30 R$ teurer und von einer bekannteren Marke sind, die wir auch kennen. Natürlich nahmen wir dann die teureren, denn zwei gleiche sind auf jeden Fall besser als ein Mix zu verbauen und der eine war auch schon ölig. Durch Zufall hatte er auch noch paar andere Gummibuchsen, die mal getauscht gehören und die Stabi-Koppelstangen, da dort der Gummi auch schon komplett verhärtet war und so kauften wir diese auch gleich mit. Zwar wäre nicht alles nötig gewesen für die Strecke, die wir noch fahren, aber Flo‘s Eltern wollen auch noch Südamerika Anfang Februar mit dem Ducato unsicher machen.

Angekommen im Haus machten wir erst mal eine Kaffeepause – endlich wieder ein Land wo es guten Kaffee zu erschwinglichen Preisen gibt und der Daniel war auch noch ein guter Kaffee-Kompagnon. Anschließend fing der Flo an die Teile einzubauen, abgesehen von den Buchsen der Plattfeder, die sich etwas weigerten und so wurden diese auf den nächsten Tag vertagt, denn die Mücken werden hier in der Dämmerung sehr aggressiv und die Sonne geht auch hier so um 18 Uhr unter.

Rio de Janeiro

Am nächsten Tag hatten wir uns den Luxus gegönnt und uns eine geführte Stadttour geleistet. Daniel nahm uns dann mit dem Auto mit nach Rio rein, denn Niteroi liegt auf der anderen Seite der Bucht von Rio und er musste weiter zum Arbeiten. An der Copacabana sollte die Tour los gehen. Nachdem wir alle eingesammelt hatten, die die Tour gebucht hatten und wir auf eine schwedische Familie warten mussten, ging es hoch zum Cristo Rendentor. Da es ein Nationalpark ist, darf man nicht rein fahren und muss dann noch mal umsteigen auf extra Busse vom Nationalpark – wo auch immer der Sinn daran liegt. Wir hatten noch Glück, denn die Wolken, die sich die ganze Zeit rumtrieben, waren in der Zeit, als wir oben waren, noch recht lichte und so hatten wir einen schönen Ausblick auf die Stadt von dem 700 Meter hohen Berg. Die Jesus Statue soll die ankommenden Schiffe mit offenen Augen in Empfang nehmen.

Der Aufbau von der Stadt Rio de Janeiro ist schon sehr speziell und auch schön, denn er wird durch die Berge, die auch recht hoch sind und mit Urwald bewachsen sind, zerteilt und so sind Stadtviertel wie z. B. Copacabana komplett von der restlichen Stadt getrennt, aber doch durch Tunnel verbunden.

Anschließend ging es weiter in das Künstlerviertel Santa Teresa, hier sind einige Häuser wie auch in Kolumbien mit Bildern bemalt worden und auch die alte Trambahn haben sie wieder in Betrieb genommen. Wir bekamen ein „Pao de Queijo“ (Käsebrot), was typisch für Brasilien ist, wir aber auch schon kannten, denn der Flo dachte das erste Mal, das sind Windbeutel – sie sind aber ganz lecker und ein schöner Happen.

Weiter besuchten wir noch die Catedral de San Sebastiao, welche zwar sehr groß ist und komplett aus Beton besteht, aber die Fenster sind das Schönste von allem. Sie soll erst restauriert worden sein, aber war schon wieder komplett verwittert.

Zum Programm gehörten noch bunte Treppen, die recht bekannt sind, denn jede Treppenstufe ist nach einem anderen Land gefliest. Anschließend ging es weiter zum „Pao de Acucar“ (Zuckerhut), der auch schon für Filme wie James Bond als Kulisse herhalten musste. Natürlich leisten wir uns das Ticket für die Fahrt mit der Seilbahn hoch im den Sonnenuntergang.

Wir hatten einen schönen Sonnenuntergang und anschließend ging es dann wieder zurück zum Daniel und dazu fuhren wir die Fähre über die Bay. Auf der Fähre wurde der Flo von seinem Sitznachbarn angesprochen und der packte dann sein Englisch aus und unterhielt sich die dreißig minütige Fahrt mit ihm.

Am nächsten Tag stand erst Mal ein Bürotag an, um Bewerbungen zu schreiben und diverse Dinge zu erledigen. Am Nachmittag sind wir dann noch zu einem kleinen Ausflug aufgebrochen und den Berg von Niteroi hoch gefahren, wo auch die Gleitschirmflieger starten und man eine gute Aussicht über Rio hat. Anschließend gingen wir noch an den Strand um zusammen in die Fluten zu springen.

Weiterer Abend bei den Freunden

Am Freitag Abend waren wir wieder eingeladen bei den Freunden, um Kartoffeln am Feuer gebraten zu essen mit diversen Zutaten dazu. Leider regnete es zu stark und so wurde der Grill angeschmissen. Es waren noch weitere Freunde von ihnen da und es gab natürlich auch Caipirinha zu trinken, wobei Bier bevorzugt wurde. Es wurde doch sehr spät, obwohl Daniel am Samstag Mittag einen Kunden zum Gleitschirm fliegen hatte, anschließend sollte Alina in die Lüfte gehen mit Daniel zusammen.

Flugclub von Daniel

Mittlerweile kannten uns auch Daniels zwei Hunde und wir machten Frühstück, denn Daniel schlief sehr gut, aber der Kaffeeduft weckte ihn dann doch noch auf und los ging es dann nach Rio rein zu seinem Flugclub.

So lernten wir Rio auch noch etwas kennen, denn wir fuhren unter der größten Favela von Rio durch und gleich daneben befindet sich der teuerste Stadtteil von Rio, wo auch der Flugclub ist.

Erst gab es einen frischen Saft von seinem bevorzugten Strandladen, denn der Landeplatz befindet sich für die Drachenflieger direkt auf dem Strand und die Gleitschirmflieger auf der Wiese. Als die Kunden da waren gingen wir in ein Shoppingcenter, um uns etwas umzuschauen und kamen anschließend zurück und sie waren gerade erst fertig geworden und gelandet und noch beim Austauschen der Mediendaten.

Anschließend aßen wir noch ein spätes kleines Mittagessen vom Motorrad, ein fahrender Händler, wo die Gleitschirmflieger gerne essen, er macht sehr gutes Sushi, denn leider hatte sich der Wind komplett gedreht und es durfte nicht mehr gestartet werden, so flog Alina`s Flug ins Wasser.

Am Sonntag Abend kochten wir Chili mit selbstgemachten Tortillas aus Mais und es kam Daniels Mutter zum Essen vorbei, die uns kennenlernen wollte. Am nächsten Tag waren wir von ihr zum Essen eingeladen, denn es gab typisch brasilianisches Essen.

Noch mal nach Rio

Am drauffolgenden Tag fuhren wir wieder nach Rio, aber diesmal gleich mit den Öffentlichen, um uns selbst noch die Stadt anzuschauen. Allerdings kamen wir nicht weit, denn Alina blieb in einen Kleiderladen hängen und wollte nur ein Kleid probieren. Die Verkäuferinnen schleppten alle Kleider zum Probieren an, die sie hatten. Anschließend beschrängte sich Alina auf zwei, wobei drei in der engeren Auswahl waren.

Am Abend waren wir bei Daniels Mutter zum brasilianischen Essen eingeladen. Typisch sind dort Reis und rote Bohnen sowie Gemüse und es gab dazu so was ähnliches wie Fleischpflanzal.

Noch ein Versuch zum Fliegen

Am Dienstag hatte Daniel noch einen Kunden und so kamen wir noch mal mit, denn Daniel wollte mit Alina noch fliegen. Wir warteten lange auf den Kunden, der nicht kam und nur eine Nachricht kam, sein iPhone ist kaputt und er muss in einen Laden, um es zu reparieren. Nachdem länger nichts von ihm kam und er heillos zu spät war, reichte es Daniel und sagte zur Alina, dass er jetzt mit ihr fliegen will, nur leider wurde der Startplatz wegen Wind aus falschen Richtung geschlossen und so besorgten wir erst noch was zum Essen und siehe da die Bedingungen hatten sich verbessert, dass es jetzt für Alina ernst wurde. Sie flog 10 Minuten in einem Tandemparaglider, Daniel meinte, es gibt besser Konditionen, aber für den Wind war der Flug ganz gut.

Flo fuhr mit hoch, um dann das Auto runter zu fahren und von oben Bilder zu machen. Als er runter fuhr war gerade Schichtwechsel von den Leuten, die den Verkehr der einspurigen Bergstraße regelten und fragten ihn ob sie nicht mit runter fuhren dürfen und so nahm er zwei Arbeiter mit runter.

Nach dem Flug ging es dann wieder nach Niteroi zu Daniels Haus.

Letzter Tag und Abend beim Daniel

Erst wollten wir noch mal zum Strand fahren, aber das Wetter war nicht so einladend und für einen Besuch am Strand wollten wir jetzt nicht eine Stunde nur mit dem Auto rum fahren, auch wenn wir das Auto von Daniel nehmen durften.

So hatten wir eine andere Idee, dass wir die Freunde bei denen wir zwei Mal waren, doch zu einen typischen Essen einladen, Geschnetzeltes mit selbst gemachten Spätzle, die der Flo vom Brett reibt. Sie sagten zu und so zogen wir los und nahmen die beiden Hunde mit, um beim Supermarkt noch Fleisch zu kaufen.

So war es der letzte Abend für uns und es war sehr schön beim Daniel und wir fühlten uns sehr gut aufgehoben und willkommen. Wie wir am Schluss erfuhren genoss es Daniel auch, dass wir da waren. Da das Display von Daniel‘s Lawinenpieps in Chile im Inneren einfach gesprungen ist und Außen keine Macke aufweist und er 2020 nach Österreich kommt und ihn da wieder braucht, boten wir ihm an, diesen mit zu nehmen und zur Reparatur zu Pieps zu geben.

So gingen schöne eineinhalb Wochen in Rio bzw. Niteroi zu Ende und wir fuhren weiter in den Süden.

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