TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

ab nach Rio de Janero

Fahrt durch das Inland von Brasilien

Erst ging es noch mal in einen Supermarkt bevor wir Foz de Iquazu verließen und so mussten wir uns mal wieder an das geänderte Sortiment gewöhnen und dann noch alles in portugiesisch, was etwas ähnlich ist wie das Spanische.

Es ging ganz gut los, die Straßen waren hier noch in guten Zustand wie uns von Freunden berichtet wurde, wobei uns Daniel (ein brasilianischer Freund, den wir in Rio besuchten) voraussagte, dass es miserabele Straßen sind – es stimmten beide Aussagen – je nach dem, wo man ist. Aber von da an sollte es nur noch bergab gehen mit der Straßenqualität.

Nachdem man Foz de Iquazu verlassen hat, kommt man recht schnell aus den Urwald raus und es kommt Farmland einfach nur hügelig und nichts spannendes. Wir fuhren im Inland in einem Bogen nach Norden um dann unser Ziel nördlich von Rio de Janeiro zu erreichen und dann wieder unsere Motorhaube nach Süden auszurichten.

Am ersten Tag wurde uns das letzte Hemd ausgezogen an den Maustationen, denn die Maut in Brasilien ist sehr teuer und man kann nur bar bezahlen. An einer der berühmten menschlichen Ampeln, wie sie der Flo nennt, stand ein PKW vor uns und schmiss seinen Müll aus dem Fenster. Der Flo stieg aus und gab ihm den Müll zurück, wie er es auch schon mal in Peru gemacht hat, aber die Reaktion war diesmal ganz anders und der Müll flog ein zweites Mal aus dem Fenster.

Tiradentes

Nach ein paar Tagen Fahrt kamen wir in einem Ort mit dem Namen Tiradentes an, der recht bekannt ist für seine barocke Bauart, die noch erhalten ist. Hier mussten wir auf einem Campingplatz absteigen, da es sonst nichts vernünftiges gab, um so zu stehen.

Auf dem Platz blieben wir etwas länger als geplant, denn er lag ruhig an einem Fluss. An einem Tag kamen wir zurück und neben uns stand ein brasilianisches Wohnmobil, weil ja kein Platz sonst war, stellten sie sich direkt neben uns hin und bauten sich gleich richtig auf oder sollen wir lieber sagen igelten sich ein. Was die Brasilianer alles so brauchen zum Campen, da sind wir Deutsche aber echt harmlos und haben große Ausstattungslücken. Erst wird der Wasseranschluss gelegt, dann der Abwasserschlauch irgendwo hin gelegt und natürlich Strom auch. Von da an wurde an jedem Tag mindestens eine Waschmaschine, die natürlich auch nicht fehlen darf, gewaschen. Im Inneren darf natürlich die Klimaanlage, der zu große Kühlschrank und die Mikrowelle nicht fehlen.

Vor dem Campingplatz fuhr eine Schmalspureisenbahn in der Früh vorbei.

Nach ein paar Tagen verließen wir den Platz und fuhren weiter.

Nova Friburgo

Die Fahrt führte uns weiter durch einige enge Orte durch und natürlich ging es sehr steil bergauf, wo wir nicht anfahren wollen und auch zum Glück nicht mussten. In einem Ort ging erst einmal nichts mehr weiter und zurück auch nicht mehr, denn ein LKW hatte seinen Dienst quittiert und blockierte die Straße. So dauerte es eine kurze Zeit und dann waren genug Leute da, die dann den LKW mit Muskelkraft wegschoben – wer seinen LKW liebt, der schiebt.

Nach dem Ort war es dann Schluss mit Teerstraße und wir fuhren durch einen Nationalpark (Serra dos Orgaos) durch. Die Straße war eine schöne Lehmstraße und wir waren froh, dass es davor nicht geregnet hat und auch nicht angefangen hat, die Wolken dazu waren schon in den Startlöchern.

Wir wollten Nova Friburgo uns anschauen, eine Aussiedelung von Schweizern und das Casa Suiza besuchen, denn die haben guten Käse. Vernünftigen Käse gibt es einfach in Südamerika nicht und ab und zu gibt es ein paar Inseln der Hoffnung, so Aussiedler von Europa, die guten Käse machen.

Armacao dos Buzios

Wir wurden auch fündig und kauften uns etwas guten Käse und fuhren dann weiter nach Armacao dos Buzios. Dort kaufte sich Alina ein Kleid und wir aßen mal brasilianisch Fisch zu Mittag und dann ging es weiter zu einem Stellplatz abseits und in unserer Fahrrichtung. Der Ort ist sehr touristisch, aber sehenswert und wir waren ja zum Glück in der Nebensaison da.

Capo Frio

Ein sehr bekannter Ort unter den Brasilianern um am Strand abzuhängen und der Daniel aus Rio de Janeiro hat es uns empfohlen und so schauten es uns an. Wir entschlossen uns, als wir am Strand vorbei fuhren, dort zu parken und noch etwas zu baden bevor das Wetter wieder schlecht wird, wie es am Tag davor schon war.

Der Strand war um die Zeit noch nicht so voll, wie es da sein soll. Der Sand vom Strand ist ein sehr schön feiner Schweißsand und die Wellen waren nicht groß, so gingen wir auch etwas baden. Es war kein wolkenfreier Tag, sondern die Wolken machten nur ab und zu etwas auf, aber im Großen und Ganzen ganz schön. Im Nachhinein erfuhren wir, dass es in Rio de Janeiro es an dem Tag ordentlich regnete.

Bevor es zu spät wurde fuhren wir los, denn wir wurden beim Daniel in Rio de Janeiro genau genommen in Niteroi erwartet. Erst wollten wir an der Küste entlang fahren, aber als wir dort anfingen zu fahren ging der Bremshügelslalom schon los und so würden wir nie ankommen.

Brasilianer lieben Bremshügel vor jeder Kreuzung und auch Fußgängerwege oder auch einfach mal so in der Pampas. Irgendwie haben die Erbauer einen Vertrag mit den örtlichen Herstellern von Stoßdämpfern und alles was damit kaputt geht.

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