TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Vulcan Lonquimay

Bevor es weiter geht zum Lonquimay verbringen wir noch eine Nacht an der Copec Tankstelle an der Autobahn und treffen dort zwei Spanier, die Skilehrer sind und von USA bis nach unten gereist sind und hier den letzten Winter verbringen bevor sie das Auto verkaufen. Wir haben die Beiden schon mal an der Tankstelle getroffen als wir zum Antuco sind und dann haben wir uns an einem Powdertag oben an der Liftstation getroffen, wo wir auf Liftler eingeredet haben, dass sie uns doch hier durch lassen sollen.

So dauerte es am nächsten Tag bis wir weiter kamen, denn es gab viel zu erzählen.

Die beiden empfahlen uns eine Pizzaria, von einem US-Amerikaner, der hier geheiratet hat und auch noch einige Skitourentips hat. So schauten wir bei dem noch vorbei und tatsächlich er war sehr offen und gab uns einige Tipps und die Pizza war echt sehr gut – klar nicht zu vergleichen mit einer italienischen aber das geht hier mit den Zutaten auch schlecht.

Dort lernten wir noch zwei weitere Amerikaner kennen, die für 2 Wochen zum Skitourengehen da waren und es ihr vorletzter Tag war und die am nächsten Morgen auch auf den Lonquimay gehen wollten, so wie wir.

So kamen wir im Dunklen oben an und parkten in erster Reihe. Wir gönnten uns mal wieder das Bergsteigerticket. Am letzten Schlepper nach oben angekommen, wollten sie uns nicht mehr rein lassen, die Begründung war, dass es so stark windet. Aber deswegen ist es doch ein Schlepper geworden, die sind nicht so windanfällig, aber bei den Chilenen geht das trotzdem nicht und so durften wir nicht mehr rein und mussten den auch noch hoch gehen.

Kurz vor dem Gipfel stießen die beiden US-Amerikaner zu uns und so verabredeten wir uns nach der Tour auf ein Bier. Wir fuhren nicht wie die beiden in den Krater rein und stiegen auf, sondern fuhren runter zum Lift und fuhren dort noch ein paar Mal, wir haben ja voll bezahlt. Das Skigebiet ist an für sich unten sehr flach.

Verlassenes Skigebiet

Am nächsten Tag ging es dann weiter zu der Empfehlung und sie war gut. Dort begegneten wir Clara und Alwin zwei Ski- und Snowboardlehrer, die mit einem alten Mercedes Feuerwehrauto unterwegs sind und in Rekortzeit (ca. 2 Monaten) von USA bis nach Chile nach El Colorado gefahren sind um dort zu arbeiten, aber die Saison ist in der Gegend dieses Jahr sehr schlecht und so sind sie früher gegangen.

Wir verstanden uns ganz gut und so beschlossen wir zusammen noch eine kleine Skitour zu unternehmen. Die beiden hatten einen kleinen Hund dabei und auch wie viele andere Reisende Probleme an der chilenischen Grenze, denn der kleine Hund gefährdet das große Land Chile so mussten sie 48 Stunden an der Grenze verbringen.

Nach der Skitour saßen wir mal wieder zusammen bei uns auf einen Kaffee und etwas zu Essen und es zog etwas zu, der Vulkan Lonquimay war schon lange davor in Wolken verschwunden.

Nach dem Frühstück beschlossen wir, weiter zu fahren zu einem Tal, dass uns empfohlen worden ist, und die beiden zogen es vor noch eine Nacht dort zu bleiben, aber wir verabredeten uns wieder am Vulkan Villarrica.

Das empfohlene Tal

Um zum Tal zu kommen geht es natürlich mal wieder über Schotterstraße und das Navi weiß mal wieder eine Abkürzung über einen Fluss mit doch sehr viel Wasser aber ohne Brücke. Die Brücke ist eine Fähre, die am Seil hängt und so ohne eigenen Antrieb ans andere Ufer kommt. Wir widersprechen aber dem Navi und so fahren wir außen herum, da es auch nicht viel weiter ist.

Das Tal ist zu unserem Erstaunen doch sehr bewohnt und darum wird es wohl auch geräumt, was aber gerade nicht nötig ist. Das Tal ist sehr schön gelegen und es geht durch Aukarien Wälder. Aukarien werden auch die Tanne der Anden genannt.

Am Ende der Straße angekommen, stehen wir tatsächlich im Schnee und können ohne zu Tragen mit den Ski losgehen. Es gibt in einem weiteren Taleinschnitt eine Termalquelle, an die man so ran kommt mit einer Skitour und dann nachträglichem Aufsteigen. Als wir oben ankommen ist es leider schon nach 17 Uhr und zu spät um zu den Quellen zu fahren, aber das Tal ist echt eine gute Empfehlung, wenn es mehr Schnee hat, denn es gibt hier viele Möglichkeiten für schöne Lines.

Aus dem Grund, dass es zu wenig Schnee hat in dem Tal, verlassen wir es am nächsten Tag wieder und fahren in Richtung Pucon und zum Vulkan Villarrica.

Lagerwechsel

Wir fahren anschließend einen anderen Weg zurück und im Ort Lonquimay fragen wir einen Polizisten, ob die Straße außen herum geteert ist und er meint ja ist super. Nach einigen Kilometern kommt die Abzweigung und es geht weg von der Straße zur argentinischen Grenze und hoppla was ist das jetzt? Der Teer ist weg und es geht mal wieder Schotter weiter. Aber statt die Strecke zurück zu fahren, beschließen wir die Straße fertig zu fahren, was sich auch lohnt.

Wir müssen am nächsten Tag früh aufstehen, denn es geht nach Temuco, denn das vordere linke Radlager scheint kaputt zu sein und wir benötigen ein Neues. Warum auch immer kommen die Radlager vorne alle ca. 80 tkm daher, wenn die Orginalen gewechselt wurden.

So geht es sehr früh los nach Temuco und siehe da, wir finden im ersten Laden gleich das richtige Radlager, zwar nicht von der gewünschten Marke, aber wir sind ja nicht bei „Wünsch-dir-was“ hier in Südamerika. Nachdem es Samstag ist, hatten wir nicht die Hoffnung, dass wir es bekommen und es auch noch wechseln können . Zu unserer Überraschung gibt es gleich daneben eine Werkstatt, die es ausdrücken können und wieder einpressen können. So baut der Flo es noch schnell aus, bevor die Läden um 13 Uhr dicht machen und bringt es zum Tauschen und siehe da, wir schaffen es – Einkauf und Wechsel in zwei Stunden. Anschließend geht es nach Villarrica.

 

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