TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Termas de Chillan II

Bevor es rauf geht zum Skigebiet werden wir von der Polizei angehalten, am Anlegeplatz der Schneeketten, wir erzählen, dass wir doch Winterreifen haben und alles dabei haben und schon dürfen wir passieren ohne Ketten anlegen zu müssen, da unten auch noch alles frei von Schnee ist.

So kommen wir ganz gut ohne Ketten hoch bis auf die letzten 500 Meter, dort steigt die Straße einfach zu steil an und es fließt das Schmelzwasser über die Fahrbahn, so legen wir dann doch für die letzten Meter die Ketten an. Kaum fahren wir los, ist schon die Polizei hinter uns, wie immer mit Blaulicht, so weis man eh nicht, ob sie nur so damit fahren oder man gemeint ist.

Aus dem Grund geht es einfach weiter und warum sollen wir hier in dem steilen Stück stehen bleiben, aus welchen Grund. Oben angekommen fahren wir zielstrebig in den Parkplatz und die Polizei verlieren wir hinter uns.

Am nächsten Morgen sind wir eingeschneit und von dem Schneeschieber eingeräumt worden. Es hat über Nacht am windstillen Parkplatz ca. 50 cm geschneit. So beeilen wir uns, dass wir gleich bei den ersten sind am Lift, wichtig ist noch, dass der Otto Lift aufmacht, denn hier wird beim kleinsten Wind gleich der Lift geschlossen.

Wir wundern uns, da man heute auf dem Berg mehr Englisch hört als Spanisch und das Niveau der Fahrer um 300 % gestiegen ist im Vergleich zum letzten Mal. Wir erfahren später, dass Kanadier und US-Amerikaner den August für Skiurlaub in Chile bevorzugen, da er der Schneesicherste Monat ist.

Jeden Dienstag bekommen wir mit dem Mobilfunkanbieter Entel zwei Skikarten für den Preis von einer und so fahren wir am nächsten Tag auch noch mal Ski.

Am Abend treffen wir Karl-Heinz, der uns schon bevor wir zum Antuco gefahren sind einladen wollte. Er ist halb Chilene und halb Österreicher und hat hier Cabanas und ist im Winter in Österreich zum Arbeiten. So werden wir am nächsten Vormittag eingeladen.

Von den Brasilianern werden wir, bevor wir die Gegend verlassen, zum Frühstück eingeladen und so machen wir es auch. Dort treffen wir wieder Benni und seinen Freund, die von dem Tag davor schwärmen und dass es doch Champagne Powder gab – ich musste echt fragen, ob wir auf dem selben Berg waren oder er wo anders gefahren ist. Der Powder war gut, aber nicht so fluffig wie wir ihn von der Nordhemisphäre kennen.

Nach etwas Verspätung und einem schönen gemeinsamen Frühstück, suchen wir dann das Haus von Karl-Heinz. Leider stimmen die GPS Koordinaten nicht und so fahren wir mit dem Ducato auch etwas Backcountry durch den Wald und Feldwege bis wir die neue Position bekommen und wissen wo wir hin müssen.

Karl-Heinz

Sein Haus ist sehr europäisch gebaut und hat eine große Fensterfront. Man merkt, dass er Wert auf Effizienz legte, denn wenn die Sonne scheint, muss er nicht heizen. Das Haus ist auf einer Anhöhe gebaut und genau da hin gebaut, wo die ältesten Bäume stehen, denn er ist in der Nähe des Schangrila Tals, dass als sehr gefährlich eingestuft wird, wenn der Vulkan richtig ausbricht und Lahars runter kommen. Die Chilenen interessiert es nicht und bauen trotzdem ihr Haus dort hin.

Karl-Heinz hat sich einen Hottub vor seine Terrasse gestellt mit Aussicht auf den Vulkan und da wir uns gut verstehen, bleiben wir doch bei ihm und wir heizen den Hottub an in der Zeit, die er arbeiten muss und er überlässt uns gleich das Haus. Wir kochen ein Gulasch, denn das Fleisch muss weg.

Das Anheizen des Hottubs dauert ca. 4 Stunden und so können wir erst nach dem Essen rein gehen und genießen den Abend im Tub. So verbringen wir noch zwei weitere Nächte bis wir dann endgültig weiter fahren zum Vulkan Lonquimay, um ihn zu bezwingen. Wir erfuhren recht viel auch, dass sie hier keine Schneeräumer haben, sondern mit einem Straßenabzieher drüber fahren um zu räumen und dass sie die Straße nicht kaputt machen wird er höher gestellt und so bleibt wieder Schnee auf der Straße. Die Abzieher sind in Chile und Argentinien sehr beliebt, denn damit werden ab und an Schotterstraßen wieder abgezogen, damit sie wieder besser sind und das Wellblech weg geht.

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