TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

hohe Anden Teil 1

Santiago

Ja, wir kommen wieder zurück nach Santiago, nicht weil es uns so gut gefällt, sondern weil wir in den hohen Anden Skitour gehen wollen und unsere neuen WoMo Akkus dort hin geliefert werden.

Unsere Solarakkus sind schon gute 8 Jahre alt gewesen und sterben nicht den Zyklentod sondern den Alterstod und so mussten wir uns nach Neuen umschauen. Hier in Südamerika bekommt man nur die China Waren und die sind ziemlich schlecht und somit suchten wir eine Firma, die uns die deutschen Akkus von Europa importiert, was unterm strich nur ein paar Prozent teurer war abgesehen von der Zeit – was für uns kein Problem war, da es geplant war.

Die erste Priorität hatte eine neue Lawinenschaufel für Alina und wir bekamen sie sogar für einen vernünftigen Preis und etwas Kartenmaterial, welches überteuert ist und schlechter als unsere digitalen Karten.

Nachdem die Akkus Verspätung hatten und uns der Verkäufer natürlich nicht sagen konnte, was Sache ist und wir jedes mal nachfragen mussten, hatten wir noch mehr Zeit in der Gegend.

So ging es in die hohen Anden um ein paar Skitouren zu gehen, so entschlossen wir uns erst mal in den Cajon de Maipu zu fahren und dort unser Glück zu versuchen. In den hohen Anden ist es normal, dass man auf 2000 – 2500 Meter fahren muss, um Schnee zu bekommen, denn Santiago ist mehr oder weniger noch in der Wüste, man könnte auch sagen der Rand der Atacama.

Baños Colina

Unsere erste Wahl für die ersten Skitouren war Lagunillas, nur leider ist hier mit Schnee Fehlanzeige, dieses Jahr ist es sehr trocken in der Gegend und so fehlt der Schnee, dass wir weiter zogen in das Tal nach Baños Colina.

Bevor es hoch geht in die Berge, endet natürlich die Teerstraße und es geht Schotter weiter, aber es sieht wieder nach einer Mine aus oder so, somit ist der Zustand ganz gut. Als wir ankommen bevor es hinter geht nach Baños Colina, gibt es einen Parkplatz und dort sind viele Chilenen, die Picknick machen oder grillen oder auch die unmöglichsten Hänge mit irgendwelchen Hilfsmitteln versuchen runter zu rutschen.

Wir dürfen weiter in das Tal fahren, es ist zwar einspurig aber das sollte kein Problem sein. Am Ende angekommen muss man pro Person 8000 CLP löhnen und wir dürfen dafür 24 Stunden bleiben und die Thermalbäder in der Zeit nutzen. Das machen wir auch und werden Zeuge von chilenischer Fahrkunst mit 4×4 Fahrzeugen, die sie überall rein setzen, wo es klar ist, dass man stecken bleibt. Es stellen sogar ein paar Chilenen ein Zelt auf und bleiben auch über Nacht da. Es gibt zwar nicht viel Schnee, aber die Nächte sind sehr kalt um die – 6 °C und kälter.

Am nächsten Tag in der Früh geht es dann los und wir laufen auf einem Weg hoch, der noch etwas Schnee hat. Weiter im Tal drinnen hat es mehr Schnee und wir finden auch Pulverschnee zum Abfahren. Es gibt außer uns keine Skitourengeher abgesehen von ein paar Hasen und wir finden auch ein paar Pumaspuren.

Nach der Tour geht es gleich in die Thermalbecken und es ist etwas mehr los als am Tag davor, denn es ist Sonntag. Es wird trotz Kälte gegrillt draußen im Schnee, auch wenn das Essen gleich wieder kalt ist.

Bei der Rückfahrt lernen wir wieder chilenische Fahrkunst kennen, denn erst fährt sich ein PKW vor unserer Nase fest, denn er muss die feste Spur verlassen und weil man ja mit einem 4×4 immer und überall durch kommt (gefühlt zumindest nach den Chilenen) muss ein Pick-Up vorbei fahren und fährt sich komplett fest noch dazu in kompletter Schieflage.

Wir blockieren die Fahrbahn, dass sich nicht noch mehr festfahren und das Chaos noch größer wird. So geht der Flo mit der Schaufel bewaffnet raus um zu helfen, dass wir durch können. Es ist kein Wunder, dass man sich fest fährt mit abgefahrenen Sommerreifen. So schaufelt der Flo eine Zeit mit und wird Zeuge von vielen linken Händen. Da das Fahrzeug komplett aufliegt, ist es erst wichtig es frei zu schaufeln, aber sie wollen es nicht so recht glauben und warum kann man nicht doch rückwärts ziehen, aber so angebunden, dass er noch weiter rein rutscht.

Nach geschlagenen 2 Stunden mit Schaufeln und dann sich durchzusetzen, wie sie da raus kommen gelingt es und der PickUp kommt raus, natürlich mit ein paar Schäden ist ja klar, denn warum soll man den vorgesehenen Abschlepphaken her nehmen, an der Karosserie gibt es ja genug mögliche Befestigungspunkte.

Nach dieser langen Verspätung übernachten wir etwas weiter unten im Tal.

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2 Kommentare

  1. Miguel August 26, 2019

    Weiterhin liebe Grüße aus München. Abrazos Miguel

  2. Edeltraud + Manfred August 31, 2019

    Immer wieder spannend … ihr löst technische Problene, seid perfekte Selbstversorger und geniesst das
    freie Leben. Daneben seid ihr dann auch noch “die Robin Hoods von Südamerika”

    ❤liche Grüße,
    Edeltraud + Manfred

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