TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Carretera Austral Norden (Ruta 7) Teil 1

Die Carretera Austral (Ruta 7) zieht sich durch Patagonien durch bis nach Villa O‘Higgins und dort endet sie erst mal, es ist geplant sie noch weiter in den Süden zu ziehen. Der Straßenbau gestaltet sich schwierig, denn es gibt einige Seen und Berge sowie Gletscher zu überwinden, denn die südlichsten Städte von Chile müssen per Schiff oder über Argentinien versorgt werden.

Wir fahren aber nicht bis zum Ende, denn wir wollen noch über die Grenze nach Argentinien und das geht so weit südlich nicht mehr außer zu Fuß und das wollen wir dann doch nicht, abgesehen davon gibt es auf der argentinischen Seite mehr zu sehen.

So ging es dann los voll bepackt mit Lebensmittel und Sprit entlang der Küste, die geschützt ist mit den vorgelagerten Inseln bzw. die große Insel Chiloe. Diese Insel wird bei vielen sehr hoch gelobt, wir haben sie aber ausgelassen, denn die Overlander, die sie angeschaut haben waren nicht so sehr begeistert von ihr, liegt wohl daran, dass man mit dem Auto doch viel mehr sieht als wenn man mit dem Rucksack unterwegs ist und so diese kein Höhepunkt mehr darstellt. Des weiteren ist auch die Fähre zurück sehr teuer. Übrigens auf der Insel endet die Panamerikana Straße offiziell.

Wir suchten uns an diesem Abend einen Stellplatz und wollten uns auf eine Ebene stellen, aber da gerade der Vollmond da war, ist die Flut sehr stark und es war nicht möglich an den flachen Punkten zu stehen, natürlich fanden wir einen schönen Platz nach einiger Zeit suchen, denn wir wollten die Fähre über den Fjord im Hellen fahren.

Die Carretera Austral wird unterbrochen durch ein paar Fjorde und diese müssen mit einer Fähre überbrückt werden, sie werden zum Glück vom Staat subventioniert. Am nächsten Tag ging es auf die Fähre, die etwa 30 Minuten benötigte um über zu setzen.

Nach der Fährfahrt setzten wir die Fahrt fort, erst ging es noch auf guter Teerstraße entlang, wobei sie uns bald verließ aber es wurde an der Straße kräftig gebaut und so mussten wir an den menschlichen Ampeln warten. Im wahrsten Sinne waren des menschliche Ampeln, sie hielten nicht mehr das Siga/Pare Schild in der Hand sondern es gab eine Ampel, die aber vom Menschen umgeschaltet wurde.

In Hornopiren angekommen schauten wir nach der nächste Fähre, die wir benötigten und diese Strecke ist von chilenischer Seite nicht umfahrbar. Dort erfuhren wir, dass wir erst in zwei Tagen eine Fähre nehmen können und so kauften wir gleich die Karten für die Überfahrt.

So fuhren wir die Carretera Austral ein Stück weiter und suchten uns einen Platz, den wir auch fanden für die zwei Nächte. Direkt am Meer ohne von der Flut überrannt zu werden. Es floss ein Fluss direkt neben uns ins Meer und hinter uns türmten sich die mächtigen Berge von Patagonien mit den weißen Hauben hoch auf.

Fährfahrt

Wir standen früh auf und fuhren zurück nach Hornopiren um unsere Fähre zu nehmen, eine einfache Roll-On-Roll-Off Fähre, die es bei uns gar nicht mehr gibt. Oben am Deck durfte jeder, wer mochte zum Kapitän rein gehen und sich mal die Führerkabine anschauen, das Boot war gerade mal ein Jahr alt.

Das Wasser auf dem man fährt ist nicht wellig, denn es geht in einem Fjord entlang und erst später erfuhren wir, dass wir in der Fähre waren, die nicht außen rum fuhr sondern wir die alte Strecke entlang fuhren, bei der man eine zweite Faire benötigt, die aber zum Glück im Preis mit inbegriffen war.

Angekommen in Leptepu fuhr die Autokolonne zur nächsten Fähre weiter, die auf uns wartete. Auf der Fähre lernten wir Anne (Deutsche) und Jan (Venezulander) kennen. Die Zwei waren von Venezuela durch die Transamazonica nach Peru gefahren soweit es ging mit dem Fahrrad. Nach Wikipedia gibt es die Transamazonica noch nicht , was nicht stimmt, denn diese ist zum grüßten Teil nicht asphaltiert und je nach Jahreszeit eine Schlammschlacht oder eine Staubschlacht – für jeden der diese fährt eine Tortur, wie wir hernach von einem erfuhren, der wiederum jemand kennt, der diese gefahren ist.

Angekommen halfen wir den beiden erst einmal mit den Rädern, denn jedes Rad hatte ein Problem. Von Annes war eine Mutter von der Felge verloren gegangen beim Transport und Jan hatte einen kaputten Schlauch und der Ersatz passte mit dem Ventil nicht durch die Felge. So packte der Flo den Akkuschrauber raus und bohrte die Felge auf und suchte für Anne eine Mutter raus.

Vulcan Chaiten

Wir wollten am nächsten Tag auf den Vulcan Chaiten gehen und die beiden auch so nahmen wir ihnen das Gepäck mit und machten aus, dass wir dann zusammen Arepas kochen nach venezulanischer Art.

So lernte der Flo an dem Abend wie man richtig Arepas nach venezulanischer Art macht und am nächsten Morgen machten wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück auf den Weg auf den Vulkan.

Der Vulkan Chaiten war bis 2008 nicht bekannt als Vulkan, bis er 2008 ausbrach. Dieser liegt im privaten Park Pumalin, der dem Tomkins gehört, es handelt sich hier noch um einen echten Urwald. Leider kann man nicht in den Krater reinschauen, denn dieser liegt 200 Meter höher als der äußere Krater und er ist noch fleißig am Qualmen.

Nach dem Tag fuhren wir gemeinsam ein paar Kilometer weiter ans Meer, wo wir die Nacht verbrachten bevor unsere Wege sich trennten, denn sie wollten mit dem Bus weiter fahren, die Schlafsäcke waren etwas sehr dünn für Patagonien und das Zelt auch etwas zu undicht.

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