TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Cordilliera Blanca Teil 1

Auf dem Weg zur Cordillera Blanca

Wir entschieden uns nicht durch die Berge, sondern über die Küste und so auch gute Straßen zu fahren um zur Cordillera Blanca zu kommen, denn Freunde von uns sind über die Berge gefahren und der Weg ist eine einzige Wellblechpiste und nur Staub. Darauf hatten wir dann keine Lust und wir wollten lieber mehr Zeit in den Bergen verbringen als bei der Fahrt im 1. und maximal im 2. Gang.

Die Cordillera Blanca ist, wie der Namen sagt, eine große Ansammlung von 30 über 6000 Meter hohen Bergen, die mit Schnee und Gletschern bedeckt sind und da dürfen wir natürlich nicht fehlen.

Erst geht es mal über 3000 Meter runter ans Meer auf einer guten Straße und das Grün verschwindet langsam und es versandet immer mehr und wird zur Wüste und die Straße geht hauptsächlich gerade aus und muss sich nur noch um die riesigen Sanddünen rum schlängeln.

Wir halten zum Übernachten in der Nähe der Stadt Trujillo genau in dem Ort Huanchaco. Wie es sich für den Humboldstrom gehört, gibt es dort keine Sonne und es ist kälter als in den Bergen auf 1000 Meter. Es ist alles diesig und hat einen Hochnebel, der Ort ist zwar ein Wellenreiter Ort und wir sind komplett zur falschen Zeit da, die Saison ist zwischen Dezember bis März und die besten Wellen bis Juni. Bei so einer Reise kann man wohl nicht überall zur richtigen Zeit sein, denn für die Berge sind wir jetzt genau zur richtigen Zeit da, denn in dem Sommer regnet es in den Bergen viel und das Wetter ist schlecht. In dieser Gegend werden aus Pflanzen so eine Art Kajak gebunden und dann zum Fischen rausgefahren.

Am nächsten Tag geht es auf der guten zweispurigen Straße dann durch die Wüste Richtung Berge und zum „Canyon de Pato“, der angeblich eine der 10 gefährlichsten Straßen der Welt sein soll. Die Straße ist nur ein kurzes Stück und zwängt sich in ein sehr enges Tal und wird hier einspurig. Nachdem wir den Calla Calla Pass gefahren sind und diesen sehen, müssen wir sagen ist der Canyon de Pato viel ungefährlicher, hier geht es nicht 1000 Meter fast 90° bergab und es gibt sehr viele und breite Ausweichstellen und die Länge ist viel viel kürzer. Diese Straßen sind nur so gefährlich, da die Peruaner ihr Hirn und die Bremse durch eine Hupe ersetzen und erst Bremsen wenn es gar nicht mehr anders geht.

Caraz

Nachdem wir in Caraz angekommen sind, quartieren wir uns mal wieder in einen Stellplatz ein. Dort lernen wir den Dieter kennen mit seiner kolumbianischen Frau, die sich in der USA kennengelernt haben und auch länger schon unterwegs sind.

Am nächsten Tag werden wir von den beiden zum Ausflug eingeladen, denn sie haben ihre Aufsetzkabine abgestellt und können ihren Pickup nutzen und so fahren wir hier zu einem Aussichtspunkt und dann nach Yungay, das 1970 komplett verschüttet worden ist von einer Schlammlawine, die weit drinnen in den Bergen durch den Gletscher ausgelöst worden ist.

Kaffeerösten

Nachdem der Dieter in seinen 6 Jahren in Kolumbien selbst Kaffee geröstet hat, da man keinen guten Kaffee in Kolumbien zu kaufen bekommt außer sehr teuer, hat er auch selbst rösten angefangen wie wir. Alina fing sogar an in Kolumbien in der früh täglich Kaffee zu trinken.

In seiner Reise nach Chile vor 2-3 Jahren hat er auch noch selbst geröstet und etwas grünen Kaffee im Auto vergessen und es hat der Hund gefunden und ihm abgenommen. So müssen wir alles rösten bevor wir nach Chile gehen. So kam es, dass wir ihm etwas grünen Kaffee schenkten und er mit uns dann eine Kaffeeröst-Lehrstunde mit dem Flo machte. Daraufhin röstete der Flo in Etappen den ganzen Rohkaffee aus Neiva und ¼ aus Popayan (Cauca).

Laguna Paron

Mit den beiden wollen wir dann zur Lagune Paron fahren mit dem Taxi, da die Straße so schlecht ist und wir unser Auto schonen wollen. Nur leider ist sie krank geworden und wir fahren dann anschließend zu dritt zur Lagune um 8 Uhr in der Früh los.

Der Fahrer achtet nicht auf das Auto und jagt es den Berg einfach hoch und über die schlechte Straße. Es geht durch ein sehr enges Tal von 2300 Meter auf 4200 Meter hoch in dem die Lagune liegt eingezwängt von Gletschern.

Wir erkunden die Gegend trotz Wolken etwas und gehen auf eine Moräne hoch – einem sogenanten Aussichtspunkt und anschließend gehen wir dem See noch entlang und es entstehen endlich ein Paar Wolkenlöcher. Normalerweise verhängen sich die Berge ab Nachmittag mit Wolken und sie sind nur vormittags wolkenfrei.

Nach etwa zwei Stunden haben wir alles soweit gesehen und gehen zu unserem Taxi zurück und treten die Rückreise an. In dieser Zeit sind schon eine Menge von Touristen angekommen.

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