TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Cañon de Atuel, Las leñas

Wir fuhren nicht wie geplant erst nach Mendoza um dort noch ein paar Freunde zu besuchen und dann nach Santiago de Chile um unsere Akkus abzuholen, da diese Verspätung hatten, und so fuhren wir nach Las Leñas, da es die Tage vor der Sonnenfinsternis geschneit hatte.

Da wir von einigen den Cañon de Atuel als Empfehlung bekommen haben und er bei San Rafael auf dem Weg war, fuhren wir nach reiflicher Überlegung durch den Cañon bevor es nach Las Leñas ging. Wir hatten mit dem Wetter Glück, aber das ist in der Gegend auch keine große Kunst, denn sie gilt als sehr trocken und regenarm. Der Umweg und die Plagerei der Schotterpiste hat sich gelohnt; es ist eine echt schöne Gegend um den Cañon de Atuel.

Der Rio Atuel hat in dieser Gegend, die noch recht flach ist, einen Cañon gebildet und somit die Landschaft etwas geformt.

So geht es nach dem Verlassen des Cañons weiter Richtung Las Leñas, wo wir dann auch übernachten und am nächsten Tag unseren ersten Skitag angehen wollen.

Las Leñas

Das Skigebiet ist südlich von Mendoza und gehört noch zur Provinz Mendoza. Da Mendoza relativ weit nördlich ist und das Flachland von Argentinien sehr trocken ist, gibt es nicht sehr viel Schnee und es ist doch recht warm für den Breitengrad. Aber Las Leñas liegt relativ weit in den Anden drinnen und der Schnee kommt von Chile noch mit rüber und somit gibt es hier Schnee für das Skigebiet.

Die Lifte sind alle – so kommt es uns vor – aus dem letzten Jahrhundert und wurden wohl in Europa abgebaut und hier neu aufgebaut. Es gibt einen neuen Lift von Doppelmayer, aber es ist einer der alten Sorte, die langsam fahren und nicht ausgehängt werden. Wir wussten gar nicht, dass so etwas noch gebaut wird.

Am Nachmittag als wir ankamen, kommt uns eine Gruppe von Skitourengehern entgegen – das Militär. Wenn hier ein Museumsdirektor da gewesen wäre, wäre er vor Neid erblasst und hätte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihnen die alte Skitourenausrüstung abzunehmen, so etwas sieht man nicht mehr auf der Piste bei uns, wenn überhaupt im Museum.

So beißen wir in den sauren Apfel und kaufen uns am nächsten Tag zwei Tickets für das Gebiet, aber man muss für die Tickets noch mal 100 Pesos berappen, da man eine Karte kaufen muss, die nicht wiederverwendbar ist.

Wir haben Glück, es ist gutes Wetter und wir fahren noch in der Medio Preis Saison, ein Tag später wäre schon Hochsaison. Leider ist etwas wenig Schnee, wir haben zwar unser Equipment dabei zum Abseits fahren, aber das erledigt sich von selbst, noch dazu ist der Schnee auch nicht der Beste. Um abseits zu fahren muss man sich extra registrieren und bekommt ein Band wie bei einem Konzert – das haben wir ein Tag davor einfach mal gemacht.

Die sind hier sehr ängstlich, dass etwas passiert und Skitouren darf man auch nur mit Skipass gehen, wobei die Einheimischen das nicht interessiert – aber im Gegenzug darf man steilste Rinnen mit über 45° Neigung fahren, als Offpist, das ist dann wieder kein Problem. Das Ganze mit Lawinengefahr ist sehr widersprüchlich und Ski fahren können hier 90 % der Leute auch nicht.

Wir haben Glück und super Wetter und es haben alle Lifte offen – Tag davor hatte der Lift nach ganz oben geschlossen wegen zu viel Wind – da würden sie in Europa ja nicht mal überlegen ob es geht oder nicht – aber verständlich bei den alten Liften – vielleicht fallen die dann nur auseinander.

Nach dem Tag sind die Pisten schon ziemlich kaputt und es kommen immer mehr Steine raus und erst am nächsten Tag fangen die Ferien in Argentinien an und es kommen mehr Leute – na dann Prost Mahlzeit und viel Spaß beim Ski ruinieren. Wobei das die eher weniger juckt, da die meisten das Material ausleihen.

Für den nächsten Abend bleiben wir nicht an dem hiesigen Parkplatz stehen, wir haben nur ein 24 Stundenticket gelöst, und so fahren wir Richtung Valle Hermoso, das zwar geschlossen ist, aber wir fahren die Straße soweit sie frei ist.

So bleiben wir dort über Nacht und werden Zeuge von mehreren argentinischen 4×4 Künstlern, die mit ihrem SUV und schlechtesten Reifen, meist Sommerreifen, versuchen die Straße im Schnee weiter zu fahren und sich heillos fest fahren. Wenn die mal vorher 20 Meter weiter schauen würden, dann würden sie sehen, dass es ohne Ketten an allen vier Reifen sicher nicht weiter geht.

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