TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

Ruta de las Joyas Altoandinas (Lagunenroute)

Vorweg, wir wollten uns Zeit lassen für die Route und hatten es nicht eilig.

Der Beginn

Nachdem alle Autos auf Stand waren, konnte es los gehen die Fahrt in das Nichts – wir waren alle mit Diesel ausgerüstet bis unter die Zähne. Wir hatten drei Zusatzkanister mit je 20 Liter dabei und Robert auch noch mal 40 Liter zusätzlich zu seinem zweiten Tank.

In Uyuni gibt es noch einen Zugfriedhof, denn wir uns natürlich noch anschauten bevor es los geht.

Die Straße zum Eingang des Tracks ist sehr gut, denn sie geht nach Chile und ist für die Minen wichtig. Wir fuhren einen Weg vor dem offiziellen Eingang in die Route rein um die Hauptroute etwas zu umfahren und um nicht bei allen Jeeps dabei zu sein.

Erst gab es eine etwas sandige Piste aber für den Ducato stellt sie keine Herausforderung dar, denn wir hatten eh größere und breitere Reifen und mittlerweile ist er auch fast so hoch gelegt wie die 4×4 Version von ihm. Für die Übernachtung suchten wir uns einen Platz bei der ersten Lagune aus zwischen Vulkanen und Vulkangestein oder besser gesagt Kies aus Vulkangestein, der rundlich ist.

Zweiter Tag

Am nächsten Tag ging es weiter und unser Motor startete dank unserer Wasserheizung wie ne Eins ohne Probleme. Es ging durch teils sandigen und dann auch recht steinigen Weg weiter bis wir zu einer Bachdurchquerung kamen – unsere erste größere Furt.

Erst fuhr Robert durch und dann ging Alina noch mal durch um genau zu sehen wie tief die Geschichte ist und so beschlossen wir nicht, die Wasserheizung in Frischhaltefolie zu packen, da es nur ca. 43 cm tief war. Die Luftansaugung vom Motor ist noch mal ca. 40 cm vom Wasser weg und somit kein Problem.

So fuhr Flo durch die Furt und Alina machte Bilder von dem Spektakel und wir kamen ohne Hilfe durch, auch den steilen Ausgang meistere der Ducato mit Links und ohne durchdrehen.

Endlich kamen wir an der ersten Lagune an von der offiziellen Route und sahen gleich mal eine Menge an Flamingos, die nicht einmal scheu waren.

So ging es weiter mal etwas sandig und dann wieder mehr Wellblechpiste, die Landschaft veränderte sich recht schnell mit fast jeder Kurve. Die Wellblechpisten kann man recht gut umfahren, indem man sich einfach traut weit abseits von der Spur zu fahren und im etwas mehr sandigen/kiesigen Bereich. Wir blieben auf einer Höhe von 4400 Meter bis 4800 Meter und um uns rum farbenfrohe Vulkane.

Als wir einen Canyon hoch fuhren, der doch etwas steiler war und steinig, funkten wir mit den Funkgeräten Robert und Beatrice runter, sie sollten doch das Untersetzungsgetriebe einlegen bevor sie die Steigung machen (der Iveco hat über 5 t und den selben Motor wie wir).

Eigentlich hatten wir den Plan, mit dem gesammelten Holz aus Peru und Kohle auf der Route zu grillen aber mit dem am Nachmittag starken einsetzenden Wind war dies unmöglich.

Dritter Tag

Nun ging es weiter mit dem Ziel Lagune Colorado, welche viele verschiedenen Farben hat und es leben dort auch Flamingos. Auf der Fahrt dort hin sahen wir einen Tourjeep mit offener Motorhaube und so blieben wir stehen. Undichter Benzinfilter und halb platter Reifen war das Problem, aber er hatte keine Zeit um sich helfen zu lassen und fuhr einfach wieder weiter.

An der Laguna Colorado fuhren wir auf einen Aussichtspunkt und machten erst mal Brotzeit bevor es weiter zum Schlafplatz ging,, in einen Canyon.

Zum Abendessen kochte Flo Alpaka Geschnetzeltes mit selbst gemachten Spätzle für alle vier. An dem Canyon begegneten uns noch Overlander, Spanier, die uns anscheinend kennen, aber wir konnten uns nicht mehr an sie erinnern.

Vierter Tag

Da Robert Fieber hatte, fuhren sie schon mal los zur Aduana (Zoll) an einer Mine auf 5030 Meter und wir fuhren hinter her, dort muss man das TIP abgeben, es stellte sich heraus, dass dies hier nur für den gleichen Tag gemacht wird, aber nicht für den nächsten und dass wir zur Aduana kurz vor der Grenze, welche offen haben soll, fahren sollen.

Auf dem Weg kamen Geysire, denen wir natürlich einen Besuch abstatteten, danach ging es weiter zu den Thermalquellen, die wieder an einer Lagune lagen.

Der tiefe Sand, der uns für die Route versprochen worden ist, haben wir nicht gefunden und wir haben nicht mal den Joker ausgespielt, die Luft ab zu lassen, sondern wir haben sie drinnen gelassen, denn bei spitzen Steinen ist zu wenig Luft auch wieder nichts. Das Wichtigste war einfach nur die Bodenfreiheit, die wir uns mit den Höherlegungsplatten erkauft hatten.

Die Straßen wurden wesentlich besser, dass lag wohl auch an den Minen, die in der Gegend sind und so kamen wir recht schnell am heißen Pool an, der mal nichts kostete. Der Pool hätte schon noch heißer sein können, aber war ganz angenehm nach paar Tagen ohne zu Duschen. So parkten wir direkt am Pool und an der Lagune um auch dort zu nächtigen. Hier trafen wir auch einen fleißigen Radfahrer, der aus Ecuador kam und bis nach Süd-Chile fahren will.

Fünfter Tag

Am nächsten Morgen gab es eine Überraschung, die Flamingos standen in Gruppen auf dem See und die Lagune war eingefroren und somit konnten sie nicht weg. In der Nacht hatte es unter -12 °C, damit die Lagune überhaupt einfrieren kann und das trotz Salzgehalt.

So ging es auf der Straße Richtung Chile, man merkte an dem höheren Verkehr der Tourjeeps und so wurden wir öfters eingestaubt. Natürlich darf auch kein liegen gebliebener Tourjeep fehlen, denen der Flo wieder half.

Wir fuhren zwischen der Laguna Verde und Blanca durch und an einer der Lagunen gab es geschlagenen Eischnee, aber gebacken, so fühlte es sich an darauf zu gehen. Hinter den beiden Lagunen war dann die Aduana um die Autos aus Bolivien auszutragen davor fuhren wir noch an einer „Zona Militar“ vorbei – Roberts Kommentar dazu „zum Fürchten“, dazu muss man sagen, dies waren einfach nur paar runtergekommene Lehmhäuser.

Die Grenze von Bolivien war recht einfach und ging schnell und hinter dem Grenzschild kam dann nach 5 Tagen endlich eine Teerstraße – wobei es war auch eine tolle Erfahrung und sehr schöne Landschaft und das langsame Fahren im 1. und 2. Gang und auch mal 3. hat sich gelohnt. Ja es ging auch mal im 4. dahin, aber das Wellblech ist einfach zu unregelmäßig und es gibt zu viele tiefe Löcher und Kurven um schnell darüber hinweg zu fahren – was auch die Tourjeeps nicht machen.

Wichtig ist bei der Lagunenroute Bodenfreiheit (bei uns 25cm), Allrad braucht man hingegen nicht. Die meisten Jeeps haben kein Allrad.

Angekommen an der chilenischen Grenze – ein modernes Haus kamen wir gleich mit Leuten von den Tourjeeps ins Gespräch, die mit einem Bus abgeholt wurden. Unsere Inspektion war nicht so genau wie die von den Leuten aus den Tourjeeps, gut welcher Grenzer hat schon Lust jede Unterhose zu kontrollieren nach einen Apfel. Wir gaben gleich am Anfang die zwei mini Limetten ab und gaben ihnen den Müll entgegen.

So nun waren wir in Chile – Robert und Beatrice mussten nachträglich ihre Fahrräder deklarieren, was sie nicht wussten, und den Grenzern wohl unangenehm war, dass es länger dauert, denn sie bekamen noch eine Flagge von der Uniform geschenkt.

Übernachtung am Runterweg

Da wir doch so früh dran waren übernachteten wir beim Runterweg nach San Petro de Atacama, es geht von 4700 Meter auf 2400 Meter runter und das ohne eine Kurve. Am ruhigen Platz schaute sich der Flo noch beim Robert und Beatrice das Letzte, was nicht funktionierte, an – die Rückfahrkamera und diese wurde dann auch repariert bzw. der Monitor ersetzt, denn Dometic verwendet einen HDMI Stecker, der sicher keine Vibrationen verträgt und das Nachfolgemodell ist solider und nicht steckbar.

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