TUX on Tour - Entdeckung von Südamerika

Eine Reise durch Südamerika mit dem WoMo

El Penol / Guatape

Als wir die Schnellstraße verlassen nach Guatape wird es wieder etwas bergiger und auch kurviger und die Straße ist in einwandfreien Zustand.

Der Monolit, der sich 200 Meter in die Höhe streckt – ist komplett aus Granit und es gibt eine Treppe hoch zum Aussichtspunkt, da dies der höchste Punkt ist in der Gegend. Leider ist der Eintritt etwas unverschämt teuer aber wir machen es trotzdem und vertrauen uns dem kolumbianischen Treppenbauwerk mal an. Es geht ca . 670 Treppen nach oben, aussieht es von außen als hätten Sie den Monolit oder es könnte auch von Obelix ein Hinkelstein sein, wieder zusammengenäht mit der Treppe.

Oben angekommen können wir über einen großen Teil des Stausees sehen und sehen die ganze Schönheit. Es ist kaum zu glauben, das das ein künstlicher See sein soll, es sind lauter Inseln und man könnte schon fast sagen Fjorde. 1970 fluteten sie das Gelände und mussten den Ort El Penol sogar verlegen, der jetzt unter Wasser begraben ist. Selbst Pablo Escobar hatte dort eine Villa, die vom Cali Kartell zerstört worden ist und jetzt kann man es sich ansehen oder sogar davor campen – wer das mag.

Nach der Besichtigung suchen wir uns einen Übernachtungsplatz und finden auch einen hinter Guatape ein Ort, der recht schön gelegen ist direkt am See. Als wir uns den ersten Übernachtungsplatz anschauen glauben wir unseren Augen nicht, wir sehen einen alten VW Bus (T2) und mit dem Nummernschild „Blumenau“, es war aber kein deutsches Nummernschild. Wir schauen uns einen weiteren Platz an von iOverlander nur leider ist der im Moment total unter Wasser und wir fahren wieder zurück zu dem ersten. Dort angekommen lernen wir die Besitzer (das Pärchen) kennen, das aus Brasilien kommt aus dem Ort Blumenau (ca. 300.000 Einwohner) mit dem zweit größten Oktoberfest.

Am nächsten Morgen beschließen wir doch nicht weiter zu fahren wie erst geplant sondern packen unser Schlauchboot (ein Kajak) aus und beschließen auf dem See eine Runde zu drehen und die „Fjorde“ (es sind keine Fjorde, da es nicht von einem Glaicer geformt worden ist) zu erkunden.

Nach fast einem ¾ Tag auf dem Wasser kommen wir gegen dem Wind zurück. Auf dem Platz neben uns kommt ein Kolumbianer und fängt an zu angeln (ein großes kolumbianisches Hobby), nach keinen 5 Minuten zieht er eine Forelle (Trucha) raus. Da Flo fäng gleich mal an zu reden mit ihm und holt auch sein Angelzeug raus, das sehr alt ist. Nach ein paar weiteren Worten macht der Kolubianer einfach einen anderen Angelhacken (Blinker) hin, da das Zeug vom Flo schon zamgerostet ist und hier falsch ist. Von dort an angelten sie beide zusammen und verschreckten alle Truchas.

Am nächsten Tag ging es weiter zurück Richtung Medellin und diesmal hindurch in Richtung Salento im Cafedreieck.
Durch Medellin eine fast 4 Millionen Stadt ging es flott durch und auch der erste Berg war gleich erklommen und von da an ging es mit dem Vorankommen bergab.

Die Straße war eine einzige Baustelle mit Schotterpisten und einspurig befahrbaren Teilstücken. Hier in Kolumbien werden keine Ampeln aufgestellt bei einspurigen Straßen sondern es gibt die vom Flo getauften „menschlichen Ampeln“, die Tag und Nacht da sind und den Verkehr durchregeln.

Für die Fahrweise, die die Kolumbianer an den Tag legen passiert hier relativ wenig – sie fahren alle hoch konzentriert auf der Suche nach dem nächsten Schlagloch. Aber muss ein Kolumbianer an einigen menschlichen Ampeln davor längere Zeit warten dann liegen die Nerven total blank und so wird nach so einem Stück das Gaspedal durch die Ölwanne auf die Straße gedrückt und egal ob unübersichtliche Kurve oder nicht es wird schnell überholt – anscheinend wird das Adrenalin dringend gebraucht nach so einer Wartezeit gibt es wohl Adrenalinentzug.

Wir schaffen dadurch nicht die ganze Strecke bis Salento und so kommt es, dass wir mal wieder auf der Strecke nächtigen müssen aber dies können wir erst nach einem längeren Stück, denn nach Berichten müssen wir erst durch das Guerillagebiet fahren.

Am nächsten Tag geht es nur noch 60 km weiter und das auf guter Straßen bis zu einem recht schönen Ort – Salento, das leider extrem touristisch ist und man dem nicht entweichen kann.

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